Stuttgart, 22. September 2009. Ob an Allerheiligen, am Volkstrauertag oder am Totensonntag: Gerade im Monat November zieht es viele Menschen auf die Friedhöfe, um den Verstorbenen zu gedenken. Wie aber sollte ein schönes Grab aussehen, was ist bei der Grabpflege zu bedenken? Die Zeitschrifrt DAHEIM in Deutschland gibt in ihrer Oktober/November-Ausgabe wichtige Tipps, was bei der Pflanzung und der Pflege beachtet werden muss.
Eine Grundregel: Man sollte zwischen einer dauerhaften und einer saisonalen Bepflanzung klar unterscheiden. Und, auch das ist wichtig: Die Bepflanzung sollte auf den Grabstein abgestimmt sein. Hat das Grab einen liegenden Stein, sollten die Pflanzen so niedrig sein, dass sie den Stein nicht überwuchern. Hingegen spielt es bei der Gestaltung keine Rolle, ob es sich um ein Urnen- oder ein Sarggrab handelt.
Zu dauerhaften Pflanzen zählen Bodendecker, zum Beispiel Zwergmispeln, Dickmännchen oder Kriechspindeln. Diese Pflanzen sollte man aber nur auf ein Grab pflanzen, das sonnig ist. Wenn die Ruhestätte im Halbschatten liegt, eignen sich Hortensien.
Gerade im ersten Jahr nach der Anpflanzung sollte man sich verstärkt um die Pflanzen kümmern, sie je nach Wetter und Wachstum gießen. „Die Pflanzen decken noch nicht komplett ab und lassen so Platz für Unkraut“, begründet Jens Blümke, ein erfahrener Friedhofsgärtnermeister aus Hamburg, den Einsatz. Danach, so seine Erfahrung, ist der Pflegeaufwand gering, allenfalls ein gelegentlicher Formschnitt ist nötig.
Die Anzahl und Anordnung der Pflanzen bleibt Geschmackssache. Möglich ist es, die Bodendecker in einer Art Bilderrahmen-Bepflanzung anzuordnen, womit in der Mitte des Grabs dann Platz für saisonale Pflanzen bleibt. Eine andere Variante ist die Umrahmung des Grabsteins mit Hölzern, wobei sich nach Meinung von Blümke dafür vor allem die frostunempfindliche Eibe eignet.
Bei der Auswahl der saisonalen Pflanzen ist es ratsam, sich an den jeweiligen Jahreszeiten zu orientieren. So empfiehlt es sich im Frühling, Pflanzen wie Stiefmütterchen, Primeln, Tausendschön, Tulpen, Narzissen oder Hyazinthen zu verwenden. „Gerne auch in ganz bunten Farben – wie eine Frühlingswiese“, rät Blümke.
Für den Sommer ist die Anpflanzung der Eisbegonie gut, weil sie sowohl Trockenheit als auch Regen problemlos aushält. Für den Herbst bieten sich Astern, Silbereiche, Strauchveronika oder Chrysanthemen an, da sie bis zum ersten Frost eingepflanzt bleiben können. Sobald der Winter naht, sollten alle Saisonpflanzen entfernt und das Grab mit Tannenzweigen abgedeckt werden.
Für weitere Informationen zu diesem Thema stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Die Zeitschrift DAHEIM in Deutschland (Ausgabe Oktober/November) ist ab sofort am Kiosk erhältlich. DAHEIM in Deutschland ist der zweite Zeitschriftentitel von Reader’s Digest.
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