Stuttgart, 10. November 2009. Die Nordmanntanne ist der beliebteste Weihnachtsbaum bei den Deutschen, weil sie sehr füllig ist, kaum nadelt, eine satte grüne Farbe aufweist und weiche Nadeln hat, die beim Schmücken nicht stechen. Die Zeitschrift DAHEIM in Deutschland widmet sich in ihrer Dezember-Ausgabe aber nicht nur der Nordmanntanne, sondern auch den anderen gängigen Christbaumsorten und erklärt, welche Kriterien ein guter Baum heutzutage erfüllen muss.

 

Grundsätzlich gilt: Es gibt mehrere Baumsorten, die sich als Weihnachtsbaum eignen, die aber teilweise ganz unterschiedliche Eigenschaften aufweisen. So ist die Blaufichte nach der Nordmanntanne zwar die Nummer zwei in Deutschland, aber auch sie zeichnet sich durch eine lange Haltbarkeit aus. Der Unterschied: Ihre Nadeln sind sehr spitz, sodass Kinder und Katzen in der Regel die Nähe zum Baum meiden.

 

Gleichfalls beliebt ist die Colorado-Tanne, deren Merkmale ebenfalls unverkennbar sind: Sie hat sehr lange und gekrümmte Nadeln, die Farben schwanken zwischen blaugrau, silbern und dunkelblau. Ein großer Pluspunkt: Die Haltbarkeit dieses nordamerikanischen Baums ist außergewöhnlich gut. Immer öfter taucht an den Weihnachtsbaum-Verkaufsstellen auch die Kork-Tanne auf. Ihre Äste sind rundherum benadelt, die Nadeln selbst sind weich, und der Duft des Baumes ist äußerst intensiv.

 

Um alle Jahre wieder einen Weihnachtsbaum kaufen zu können, ist für die Züchter viel Arbeit und Geduld notwendig. „Die meisten Leute wissen gar nicht, wie alt die Bäume sind, die sie an Weihnachten kaufen“, sagt Harald Müller, der vor den Toren von Stuttgart lebt und arbeitet. Zusammen mit knapp 150 Kollegen hat er den „Arbeitskreis heimischer Christbaum Baden-Württemberg“ initiiert, um der Konkurrenz aus dem Ausland etwas entgegenzusetzen.

 

Das Argument von Müller: Während die Bäume in anderen Ländern schon Wochen vor Weihnachten gefällt und dann exportiert werden, hat sich der Arbeitskreis die Verpflichtung auferlegt, mit dem Schlagen der heimischen Bäume nicht vor dem 24. November zu beginnen. Die Gefahr, dass der Baum an Weihnachten nadelt, ist dadurch geringer. Und noch einen Vorteil haben die vergleichsweisen frischen Bäume: „Sie duften an Heiligabend nach Christbäumen“, sagt Müller.

 

Bis es so weit ist, benötigt ein Weihnachtsbaum aber nicht nur mindestens zehn Jahre Wachstumszeit, sondern auch viel Pflege. Zwar wachsen Nadelbäume in den ersten zwei oder drei Jahren nur sehr langsam, dafür danach aber umso schneller. Die Folge: Der Christbaum ist in den unteren Astreisen oftmals zu dicht, im oberen Bereich dafür zu licht. Weil die meisten Kunden, so Müller, aber „regelmäßige Bäume“ verlangen, greift er an einem bestimmten Punkt ins Wachstum ein, knipst Knospen ab oder schneidet Äste.

 

Vor allem muss vermieden werden, dass sich Vögel wie Amseln und Krähen auf einen noch jungen Trieb oder eine schmale Spitze setzen und dann beim Abstoßen zum Weiterflug die Spitze oder gar der Ast abbricht. Deswegen werden immer häufiger an solchen Weihnachtsbaumplantagen diverse Hindernisse wie Netze und Vogelstäbe zum Schutz aufgestellt.

 

Für weitere Informationen zu diesem Thema stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Die Zeitschrift DAHEIM in Deutschland (Ausgabe Dezember) ist ab sofort am Kiosk erhältlich. DAHEIM in Deutschland ist der zweite Zeitschriftentitel von Reader’s Digest.

 

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