Stuttgart, 26. November 2004. Die meisten Deutschen legen keinen Wert
darauf, jünger auszusehen, als sie sind. Eine repräsentative Umfrage des
Meinungsforschungsinstituts Emnid im Auftrag des Magazins Reader’s Digest
hat ergeben, dass 64 Prozent es ablehnen, mit Hilfe von Anti-Falten-Spritzen
oder chirurgischen Eingriffen ihr Äußeres zu verändern. Dabei sagen 59
Prozent der Frauen und 70 Prozent der Männer, es sei ihnen nicht wichtig,
jünger auszusehen.


Zwei bemerkenswerte Einzelergebnisse der Umfrage: Das Bedürfnis nach
ewiger Jugend haben vor allem Menschen mit einem niedrigen Einkommen.
42 Prozent der Befragten mit Haushalts-Einkommen unter 1000 Euro und 51
Prozent derjenigen, denen 1000 bis 1500 Euro im Monat zur Verfügung
stehen, möchten jünger scheinen, als sie sind. Vor allem Singles sind eitler
und körperbewusster. In dieser Gesellschaftsgruppe sind es 41 Prozent, die
viel Wert darauf legen, jünger zu erscheinen.


Das Magazin berichtet in seiner Dezember-Ausgabe über die Ergebnisse der
Umfrage und klärt darüber auf, was wirklich Alterungsprozesse beeinflussen
kann – und was nicht.


Kommt also bald das Ende des Jugendwahns? Zumindest auf einer
Werteskala ist das Altern inzwischen durchaus positiv besetzt. Mit dem Altern
in Verbindung gebracht werden Lebenserfahrung (90 Prozent), Weisheit (72
Prozent) und Ausgeglichenheit (68 Prozent). Erst dahinter folgen zwei
negativ besetzte Begriffe: 67 Prozent der Befragten verbinden Altern mit
Gebrechlichkeit, 64 Prozent denken dabei an Tod.


Nur wenig Bereitschaft zu operativen Eingriffen

Was aber sind die Menschen bereit zu tun, wenn sie mit ihren Fältchen oder
grauen Haaren nicht zufrieden sind, wenn sie makellose Beine und einen
straffen Bauch wollen? Nur vier Prozent wären zum Gesichtslifting bereit, nur
sechs Prozent würden sich Fett absaugen oder Falten unterspritzen lassen.
Die große Mehrheit unter den 1000 Befragten hingegen setzt auf sanfte
Methoden wie gesunde Ernährung (95 Prozent) oder Sport (87 Prozent).
Anti-Falten-Cremes schenken nur noch 33 Prozent Vertrauen.


Wenn sich die Falten nicht mehr von selbst glätten, ist das genau der
Moment, an dem vor allem Frauen zu speziellen Cremes und Pillen greifen,
um die Hautalterung rückgängig zu machen. Doch ist das überhaupt möglich?
In der obersten Hautschicht, der Epidermis, können Cremes tatsächlich die
Wasserbindung verbessern und oberflächliche Fältchen glätten. Die
Dermatologin Martina Kerscher, Professorin für Kosmetik und Körperpflege in
Hamburg, meint dazu in Reader’s Digest: „Mit Hilfe von Vitaminen,
Spurenelementen wie Kupfer oder auch mit Sojaextrakten können Cremes
feine Fältchen glätten und den Kollagenstoffwechsel der Haut positiv
beeinflussen. Gegen ausgeprägte Mimikfalten und tiefe Falten helfen sie aber
nicht.“


Für weitere Informationen zu diesem Reader’s Digest-Thema stehen wir
Ihnen gerne zur Verfügung. Die Dezember-Ausgabe von Reader’s Digest ist
ab dem 29. November 2004 an zentralen Kiosken erhältlich.


Zur Umfrage, die Emnid im Auftrag von Reader’s Digest durchgeführt hat:

  • Repräsentativbefragung mit 1000 Befragten (Telefoninterviews)
  • Befragungszeitraum: 15. und 16. Oktober 2004.


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