Stuttgart, 29. November 2004. Hollywood-Star Angelina Jolie sucht nicht nur
ihren Mann fürs Leben, sie wünscht sich auch eine Großfamilie. "Mein Traum
wäre, Kinder aus aller Welt aufzunehmen und sie gemeinsam großzuziehen.
Acht wären schön, aber ich weiß nicht, ob ich das noch alles schaffen würde",
verriet sie dem Magazin Reader's Digest (Dezember-Ausgabe). Ihren bisher
einzigen Sohn, ein adoptiertes Kind aus Kambodscha, möchte sie jedenfalls
nicht mehr missen: "Durch Maddox habe ich zu innerer Ruhe gefunden. Ich
bin belastbarer, weil ich mein Leben geändert habe."
Lange Zeit machte die Schauspielerin vor allem durch ihre Kinoerfolge auf sich
aufmerksam. Mit 24 erhielt Jolie für ihre Nebenrolle in dem Film Durchgeknallt
einen Oscar. Auch als Lara Croft in Tomb Raider machte sie Furore, Ende
Dezember läuft nun ihr neuer Streifen Alexander in den Kinos an. Abseits der
Filme hat sich Angelina Jolie inzwischen aber auch einen Namen als UN-
Botschafterin für arme und benachteiligte Menschen gemacht. So oft es geht,
wirbt die 29-Jährige mit ihrem prominenten Namen um Geldspenden, arbeitet in Flüchtlingslagern in Afrika und Asien. "Ein Film wie Tomb Raider hilft mir
materiell. Besuche ich dagegen eine Schule mitten in Kenia oder Russland,
freuen sich die Kinder. Das ist schöner, als einen Oscar zu bekommen",
beschreibt sie ihre Motivation, deren Wurzeln in Jolies eigener Jugend liegen
mögen.
Damals ließen sich ihre Eltern scheiden. Die noch junge Angelina dachte an
Selbstmord und fühlte sich heimatlos, sah ihre Mutter oft weinen. "Kinder
sollten nur von Menschen umgeben sein und erzogen werden, die sie voll
und ganz lieben", lautet deshalb die Maxime von Angelina Jolie. Inzwischen
betreut sie weltweit mehrere Hilfsprojekte und hat ihre eigene Stiftung
gegründet, die Kinder in Waisenhäusern unterstützt. "In den
Flüchtlingslagern bin ich glücklich, weil ich dort Ehrlichkeit und ein Gefühl der
Gemeinsamkeit spüre. Ich fühle mich einfach nur als Mensch."
So glücklich Angelina Jolie über diese andere Art von Arbeit ist, so sehr
scheint sie sich nach einem Partner zu sehnen, nachdem ihre Ehe mit Billy
Bob Thornton gescheitert ist. "Es stimmt melancholisch, wenn man
niemanden hat, mit dem man einmal Erinnerungen teilen kann - die ersten
Schritte des eigenen Sohnes etwa." Dabei hat Jolie ganz konkrete
Vorstellungen, wie der Mann an ihrer Seite aussehen soll. "Er müsste ein
wunderbarer Vater und einfühlsam, stark und selbstbewusst sein. Ich hätte
gern jemanden, der mich fordert."
Für weitere Informationen zu diesem Reader's Digest-Thema stehen wir
Ihnen gerne zur Verfügung. Die Dezember-Ausgabe von Reader's Digest ist
an zentralen Kiosken erhältlich.
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