Stuttgart, 27. September 2005. Wer genauso gut medizinisch behandelt werden möchte wie ein Arzt und im Notfall in guten Händen sein will, muss vorausschauend handeln. „Es ist wichtig, bereits einen Arzt zu kennen, bevor man ihn dringend nötig hat“, rät Heinz Jarmatz, stellvertretender Vorsitzender des Berufsverbandes der Allgemeinärzte Deutschlands. So gelten Vorsorgeuntersuchungen als eine gute Möglichkeit, sich einen Hausarzt zu suchen, ohne dabei akut krank zu sein. Dieser Arzt kann dann auch die notwendigen Ratschläge geben, wenn es um die Wahl einer Klinik geht.

 

Wie aber kommt man in den Genuss der bestmöglichen Behandlung beim Arzt? Das Magazin Reader’s Digest gibt in seiner Oktober-Ausgabe Experten-Tipps für die richtige Arzt-Wahl und nennt Kriterien, anhand derer man die Qualität einer Praxis oder Klinik überprüfen kann.

 

Grundsätzlich gilt: Immer einen Profi suchen. „Ich lege mich bei keinem Chirurgen auf den OP-Tisch, wenn ich nicht weiß, wie oft er den Eingriff schon gemacht hat“, sagt Axel Ekkernkamp, ärztlicher Direktor des Unfallkrankenhauses Berlin-Marzahn. Vorteil für die Verbraucher: Seit 31. August dieses Jahres müssen Krankenhäuser Qualitätsberichte im Internet veröffentlichen, die nicht nur die Anzahl der Operationen, sondern auch die Komplikationsraten auflisten.

 

Es gibt aber auch vermeintliche Kleinigkeiten, die für die Arztwahl oder die Wahl des Krankenhauses entscheidend sein können: Spricht der Arzt während der Untersuchung mit dem Patienten, erklärt er seine Vorgehensweise, stellt er Fragen und kann er zuhören, nimmt er sich die nötige Zeit, ist die Praxis sauber, gibt es Papierhandtücher auf dem WC? Krankenhauschef Ekkernkamp schlägt vor, ein Krankenhaus vor einem Eingriff zu besuchen und sich einen Eindruck zu verschaffen.

 

Neben diesen Punkten sollte man auf die Utensilien des Arztes achten. Beispiel: das Stethoskop. Ist der Gummi an den Schläuchen schon porös? „Wenn der Mediziner an seinem Handwerkszeug spart, dann ist das suspekt“, warnt Experte Jarmatz.

 

Wer einen Arzt seiner Wahl gefunden hat, muss aber auch dann nicht in Ehrfurcht erstarren. So können Patienten jederzeit ihre Krankenakte verlangen und sollten sich nicht scheuen, Fragen zu stellen. Experten-Tipp: Vor dem Arztbesuch die wichtigsten Fragen aufschreiben und sich während des Gesprächs Notizen machen.

 

Wer bei der Arztwahl ganz auf Nummer sicher gehen will, kann auch diese Methode wählen: Einfach den Arzt fragen, wo der seine Mutter behandeln lassen würde.

 

Für weitere Informationen zu diesem Reader’s Digest-Thema stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Die Oktober-Ausgabe von Reader’s Digest ist ab sofort an zentralen Kiosken erhältlich.

 

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