Stuttgart, 24. August 2008. Der US-amerikanische Filmstar Dustin Hoffman meidet das Rampenlicht, so oft es nur geht. „An gesellschaftlichen Veranstaltungen teilzunehmen, fällt mir schwer. Keiner weiß das besser als meine Frau“, sagt er im Interview mit dem Magazin Reader’s Digest (September-Ausgabe). Schon seit seiner Kindheit habe er „dieses Gefühl, das Geschehen von außen zu beobachten“, so der 71-Jährige. „In der Schule war ich immer Außenseiter, und das ist auch lange so geblieben.“ Deshalb sei er von seinem Erfolg irgendwann auch „überrumpelt“ worden: „Ich habe ihn immer als Laune des Schicksals bezeichnet, weil ich Schauspieler geworden bin, ohne an Ruhm und Reichtum zu denken.“
Derzeit ist Dustin Hoffman wieder überall in Deutschland in den Kinos – wenn auch nicht zu sehen, sondern nur zu hören. Im neuen Animationsfilm Kung Fu Panda leiht er seine Stimme einem kleinen roten Geschöpf. Teile der Handlung spielen in einer Nudelküche, und in diesem Zusammenhang fühlt sich der Hollywood-Star an seine Kindheit erinnert: „Als Kind war ich ein schlechter Esser.“ Die Haushälterin seiner Eltern habe ihn aber immer wieder mit Tricks überredet. „Egal, welches Gericht sie zubereitete, es hat mir immer gut geschmeckt.“ Auf die Frage, was da alles im Essen sei, habe sie stets mit dem Wort „Simsalabim“ geantwortet: „Sie hat mir nie verraten, was es tatsächlich war. Ich vermute, die geheime Zutat war ihre Liebe.“
Hoffman und seine Frau Lisa Gottsegen haben sechs inzwischen erwachsene Kinder und lieben sie über alles. Dennoch, so räumt er im Interview mit dem Magazin Reader’s Digest ein, habe er zu Hause nie große Debatten um Fragen der Kindererziehung zugelassen: „Irgendwann habe ich lautstark verkündet, dass in unseren vier Wänden keine Demokratie herrscht, sondern eine Autokratie. Was meine Frau oder ich sagen, das gilt. Es gibt keine Diskussion, warum das so ist.“
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