Stuttgart, 24. Juli 2014. Wer sich an heißen Sommertagen dazu entschließt, ohne Bikini oder Badehose ins Freibadbecken, in den Badesee oder ins Meer zu springen, riskiert Ärger. Wie das Magazin Reader’s Digest in seiner August-Ausgabe berichtet, halten 63 Prozent der Deutschen das Nacktbaden nur in eigens dafür ausgewiesenen Bereichen für akzeptabel. Dabei sind Frauen mit 67 Prozent deutlich strenger in ihrem Urteil als Männer (58 Prozent). Das Meinungsforschungsinstitut Emnid hatte im Auftrag von Reader’s Digest insgesamt 1011 repräsentativ ausgewählte Personen in Deutschland nach ihrer Meinung über das Nacktbaden befragt.

Die Ergebnisse der Umfrage zeigen aber zugleich eine grundsätzliche Toleranz für das FKK-Badevergnügen. So gaben 25 Prozent der Befragten an, sie würden das Nacktbaden am Meer auch an einem für alle Menschen zugänglichen Strand dulden, am Badesee halten es 22 Prozent für hinnehmbar. Im Freibad hingegen sollten nach Auffassung der großen Mehrheit der Menschen in Deutschland strengere Regeln gelten. Dort tolerieren nur zwölf Prozent den hüllenlosen Badespaß. Aber auch hier gibt es einen klaren Unterschied zwischen den Geschlechtern: Während 16 Prozent der Männer nichts gegen Nackte im für jedermann zugänglichen Bereich haben, sind es bei den Frauen nur acht Prozent.

Übrigens: Nacktbaden ist in Deutschland per se nicht strafbar, kann aber als Belästigung der Allgemeinheit ausgelegt werden – und die kann nach §118 des Ordnungswidrigkeitengesetzes (OWiG) mit einer Geldbuße geahndet werden.

 

Für weitere Informationen zu diesem Reader’s Digest-Thema stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Die August-Ausgabe von Reader’s Digest Deutschland ist ab 28. Juli an zentralen Kiosken erhältlich.