Stuttgart, im April 2016 – Wer zur geplanten Behandlung ins Krankenhaus muss, vertraut bei der Wahl der Klinik vor allem den Empfehlungen des Haus- oder Facharztes. Das ergab eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Emnid für Reader’s Digest. Wie das Magazin in seiner Mai-Ausgabe berichtet, folgen 83 Prozent im Fall eines notwendigen Klinikaufenthaltes den Tipps ihres Arztes. 65 Prozent setzen auf den Rat der Familie und von Freunden. Eine Bewertung im Internet und anderen Medien vertrauen nur 31 Prozent, ähnlich gering – nämlich zu 30 Prozent – fällt das Vertrauen in Qualitätsberichte aus. Von den 1006 befragten Personen sagten nur 8 Prozent, dass sie sich einfach im nächstgelegenen Krankenhaus behandeln lassen.

In seiner aktuellen Ausgabe lässt das Magazin Reader’s Digest parallel zu der Umfrage zahlreiche Mediziner und Pflegekräfte zu Wort kommen. Sie erklären, was Patienten selbst tun können, damit ein Krankenhausaufenthalt so angenehm und erfolgreich wie möglich verläuft. Etwa indem man für kleinere Operationen nicht in eine große Klinik geht, sondern in ein ambulantes OP-Zentrum. Die Ansteckungsgefahr mit multiresistenten Erregern ist dort geringer. Ohnehin gilt beim Thema Hygiene: Wer ins Krankenhaus muss, und sei es nur als Besucher, sollte sich stets die Hände desinfizieren.

Ist ein Eingriff unumgänglich aber planbar, raten die Experten dazu, sich im Vorfeld gründlich über die passende Klinik zu informieren. „Kliniken haben verschiedenartige Profile. Operationen beispielsweise werden unterschiedlich häufig durchgeführt. Man sollte ein Krankenhaus wählen, das Komplikationen beherrschen kann und nicht bei jedem Problem verlegen muss“, sagt beispielsweise ein Oberarzt aus Baden-Württemberg.

Grundsätzlich gilt: Patienten dürfen und sollen ihren Arzt über alle Details der Behandlung oder Operation befragen. Was viele Patienten nicht wissen: Zwar gilt der Grundsatz, dass Privatpatienten stets vom Chefarzt behandelt werden, oft ist dieser durch andere Aufgaben aber so belastet, dass ein Oberarzt den Eingriff vornimmt. Noch eine weitere Tatsache räumen Ärzte wie Pflegekräfte in der neuen Ausgabe des Magazins Reader’s Digest offen ein: Aufgrund des wachsenden Kostendrucks in den Kliniken verkürzen sich die Aufenthaltszeiten der Patienten immer mehr. Für das wichtige Gespräch mit dem Patienten bleibt zu wenig Zeit.

Womit Patienten die Pflegekräfte entlasten können: Erstens sollte man alle nötigen Unterlagen dabei haben. Zweitens sollte man neben dem Schlafanzug und Sanitärartikeln auch legere Kleidung sowie ein Buch oder einen MP-3-Player mitbringen, um sich die Zeit zu vertreiben. Und drittens ist das Mitbringen von Topfpflanzen tabu, weil die Gefahr zu groß ist, dass sich Bakterien in der Blumenerde befinden.

 

Für weitere Informationen zu diesem Reader’s Digest-Thema stehen wir Ihnen gern zur Verfügung. Die Mai-Ausgabe von Reader’s Digest Deutschland ist ab 25. April an zentralen Kiosken erhältlich. 

Pressemitteilung und Artikel aus der Mai-Ausgabe zum Download: http://www.readersdigest.de
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