Stuttgart, 23. April 2004. Hellmuth Karasek, Kulturkritiker und Schriftsteller,
lacht am besten über Filmkomödien aus Hollywood. Karasek hat sich in der
Mai-Ausgabe von Reader's Digest als Kino-Kenner zu erkennen gegeben und
die elf Filme ausgewählt, über die er am meisten lachen kann. Sein Fazit: "Es sind allesamt Klassiker aus Hollywood." Reader's Digest hat in der Mai-
Ausgabe des Monatsmagazins dem Humor 30 Extra-Seiten gewidmet.


Karasek spricht von "Meilensteinen auf der holprigen Landstraße der
Filmkomik", und er hat ein Faible für ältere Streifen - angefangen bei "Der
General" mit Buster Keaton aus dem Jahr 1926. Ein Film, an dem der Kritiker
vor allem die unendliche Serie von Missgeschicken, Verfolgungsjagden,
technischen Pannen und Gefühlsverwirrungen schätzt, "die tragisch wären,
machte sie das Pokergesicht Keatons nicht brüllend komisch".


Auch "Modern Times" mit Charles Chaplin gehört zu den Favoriten des Kino-
Kenners. Ob Chaplin am Fließband, vor der Essmaschine, am Räderwerk oder
als unfreiwilliger Revolutionär: Der Film aus dem Jahr 1936 habe den
Albtraum der Industrie- und Kapitalwelt transportiert - und zwar mit Szenen,
so Karasek, "deren Traurigkeit die Zuschauer vor Lachen schier zum Platzen
bringt".


Aber natürlich finden sich auch andere Klassiker unter den Lieblingen
Karaseks. So der Film "Big Business" (1929), in dem Stan Laurel und Oliver
Hardy mitten im Sommer einfach Weihnachtsbäume verkaufen. Oder
"Leoparden küsst man nicht" (1938) mit Katharine Hepburn und Cary Grant,
die als disziplinierte Komödianten ein entfesseltes Liebespaar spielen.
 

Doch auch nach dem Krieg sorgte Hollywood immer wieder für Lacherfolge.
Karaseks Favoriten: "Is' was, Doc?" (1972), eine turbulente
Verwechslungskomödie, in der alles kaputt geht, nur nicht die Beziehung
zwischen Barbra Streisand und Ryan O'Neal. Und "Mach's noch einmal,
Sam" (1972), dem "wunderbaren Woody-Allen-Film", wie Karasek sagt, in
dem sich "der komische Schmächtling und Schmachter mit seiner Traumrolle,
dem Humphrey Bogart aus Casablanca, einlässt."


Selbst in der filmischen "Neuzeit" hat Karasek noch einmal Grund zum Lachen gefunden. "Die nackte Kanone" (1988/91) sei ein Sinnbild dafür, wie man
"das Action-Kino bis auf die Knochen blamiert", sagt der Kino-Kenner und fügt hinzu: "Die Gags und Dialoge, Parodien auf alles, was dem schlechten
Geschmack heilig ist, sind so unterirdisch, dass ihre Komik wie Dynamit
explodiert."


Für weitere Informationen zu diesem Reader's Digest-Thema stehen wir
Ihnen gerne zur Verfügung. Die Mai-Ausgabe von Reader's Digest ist ab
dem 26. April 2004 an zentralen Kiosken erhältlich.

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