Stuttgart, 20. November 2003. Schauspielerin Julia Stemberger, bekannt
geworden durch Filme wie "Eine Liebe in Afrika" an der Seite von Heiner
Lauterbach, oder den Mehrteilern "Der König von St. Pauli" und "Der
Schattenmann", hätte eigentlich auch Musikerin werden können. In jungen
Jahren musste sie täglich auf der Querflöte und am Klavier üben, bekam
obendrein eine Gesangausbildung. Warum sie dennoch der Schauspielerei
den Vorzug gab, weiß die Österreicherin nicht mehr. Dem Magazin Reader's
Digest Deutschland (Dezember-Ausgabe) verriet die 38-Jährige: "Ich erinnere mich nur an den Moment, wo mir das klar wurde." Auf der Suche nach einer
Erklärung fügt sie an: "Ich denke, es war wohl ein Schritt zu mir selber."


Das war im Alter von 18 Jahren. Danach ging alles ganz schnell. Während
ihre Schulkameraden in Discos oder auf Partys gingen ("Ich war nie ein
Partygeher, bin es auch heute nicht"), arbeitete Stemberger an ihrer
Karriere. Mit 19 kam das Kinodebüt ("Herzklopfen"). Fortan nahm die
Nachwuchs-Darstellerin nebenher privaten Schauspielunterricht, stand auf
der Bühne des Burgtheaters, arbeitete mit namhaften Regisseuren wie
Zadek, Tabori und Stein zusammen und versuchte dabei stets, ihrem Vorbild
Paula Wessely nachzueifern: "Diese Art von Qualität, von Präsenz hat mich
beeindruckt." Ihr eigenes schauspielerisches Selbstverständnis beschreibt
Julia Stemberger so: "Im Moment sein."


Inzwischen ist sie nicht nur Mutter einer dreijährigen Tochter und lebt in
Wien, sie hat auch in rund 30 TV- und Kinofilmen überzeugt. Zusammen mit
ihrem Mann, dem Geigenvirtuosen Christian Altenburger, erlebt sie immer
wieder die Welt der Klänge und kann nebenbei ihre alte Leidenschaft Musik
pflegen. Mehrmals im Jahr tritt sie zusammen mit ihrer Mutter Christa, ihrem
Stiefvater und Komponisten Kurt Schwertsik sowie ihrer jüngeren Schwester
Katharina (ebenfalls Schauspielerin) in kammermusikalischen
Eigenproduktionen auf. "Wir sind ein starker Clan", sagt Julia Stemberger
und erklärt ihr Pendeln zwischen Schauspielerei und Musik so: "Ich glaube,
dass Sprache durchaus auch mit Musik zu tun hat."


Für weitere Informationen zu diesem Reader's Digest-Thema stehen wir
Ihnen gerne zur Verfügung. Die Dezember-Ausgabe von Reader's Digest
Deutschland ist ab dem 24. November 2003 an zentralen Kiosken erhältlich.


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