Stuttgart, 21. Juni 2007. Schauspielerin und TV-Star Ursula Karven hat dazu aufgefordert, Eltern mit schwer kranken Kindern intensiver und offensiver zu unterstützen. „Ich kann die Angst um ein Kind sehr, sehr gut verstehen. Es ist mein Ziel, kranken Kindern und ihrer Familie Mut zu machen, Trost zu spenden“, sagte die 42-Jährige dem Magazin Reader’s Digest (Juli-Ausgabe). Die gebürtige Ulmerin engagiert sich seit knapp einem Jahr als Botschafterin für den Kölner Verein wünschdirwas, der schwer kranken Kindern Herzenswünsche erfüllt und dafür von Reader’s Digest mit dem Preis „Ehrenamt des Jahres 2007“ ausgezeichnet wurde.

 

Der Einsatz von Karven, die regelmäßig als Staatsanwältin im „ARD-Tatort“ oder als Ärztin in der ZDF-Serie „M.E.T.R.O.“ zu sehen ist, kommt nicht von ungefähr. 2001 verlor sie bei einem Unfall in den USA ihren Sohn Daniel und erlebte danach eine Welle der Hilfsbereitschaft. „Das hat mir gezeigt, dass wir letztlich alle in einem Boot sitzen. Und das war eine sehr, sehr schöne Erfahrung“, erinnert sie sich an die Unterstützung durch Freunde, Nachbarn und die Familie nach dem Schicksalsschlag. Karven will ihre Prominenz deshalb nun dazu nutzen, für die Arbeit von wünschdirwas zu werben.

 

Gerade in kritischen Situationen dürfe man sich von den betroffenen Familien nicht distanzieren, sondern müsse ihnen offensiv helfen – ob nun beim Einkaufen, Wäsche waschen oder der Kinderbetreuung. „Wir Deutschen tendieren dazu, zu sagen: Die brauchen jetzt erst mal die Ruhe. Das stimmt nicht. Man muss vor allem da sein, für Gespräche, man muss unterstützend da sein, als Freunde.“

 

Neben der Fürsorge für das kranke Kind sei es aber auch wichtig, an die Eltern zu denken, weil Schicksalsschläge häufig auch zu einer Krise der Partnerschaft führen könnten. Karven rät deshalb in solchen Fällen zu einer Therapie: „Beide Partner müssen mit einem neutralen Menschen sprechen, der vermittelt, weil jeder Trauer oder Krankheit unterschiedlich bewältigt.“

 

Aus Sicht von Karven, die mit ihrer Familie auf Mallorca lebt und dort eine Yoga-Schule betreibt, leistet der Kölner Verein wünschdirwas deshalb eine „großartige Arbeit“. So haben das auch die Leser von Reader’s Digest gesehen. Unter zwölf Kandidaten für die Auszeichnung „Ehrenamt des Jahres 2007“ erhielt Mechtild Bierschbach von wünschdirwas die meisten Stimmen.

 

Andreas Scharf, Chefredakteur des Magazins Reader’s Digest, lobte bereits im Mai bei der Übergabe der Auszeichnung in Köln die Arbeit von Bierschbach und ihren fast 60 Helfern: „Ehrenamtliches Engagement ist immer ein Gradmesser dafür, wie reich ein Land ist. Und ,reich’ wird hier nicht nach Euro bemessen, sondern nach übergeordneten Werten wie Menschlichkeit, Hilfsbereitschaft und der Fähigkeit hinzusehen. Vor dem Hintergrund des Engagements, das Ehrenamtliche millionenfach zeigen, dürfen wir sagen: Wir sind ein reiches Land.“

 

Reader’s Digest vergibt die mit insgesamt 5000 Euro dotierte Auszeichnung im Rahmen seiner Initiative „Miteinander-Füreinander“ seit vier Jahren. In diesem Jahr ging das Geld je zur Hälfte an Bierschbach und den Verein. Bierschbach selbst dankte bei der Feierstunde in Köln für die Auszeichnung und sagte: „Mit dem Geld für den Verein ist es uns auch zukünftig möglich, schwer erkrankten Kindern einen Herzenswunsch zu erfüllen.“ Ihr persönliches Preisgeld will sie ebenfalls im sozialen, karitativen Bereich verwenden.

 

Für weitere Informationen zu diesem Reader’s Digest-Thema stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Die Juli-Ausgabe von Reader’s Digest ist ab 25. Juni an zentralen Kiosken erhältlich.

 

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