Stuttgart, April 2002. Kostenlose Finanzberatung gibt es nicht. Zu diesem
Schluss kommt das Monatsmagazin Reader's Digest in seiner Mai-Ausgabe.
Nach Angaben der Zeitschrift wissen Kunden nur in den seltensten Fällen,
dass Banken und andere Unternehmen ihre scheinbar gratis erbrachte
Beratungsleistung durch Provisionen finanzieren. "An der Beratung einer
Durchschnittsfamilie verdient der Berater oder die Bank leicht 4.400 Euro an
Abschlussprovisionen", zitiert Reader's Digest den Unternehmensberater
Peter L. Pedersen aus Neumünster, der unter anderem Fachwirte für
Finanzdienstleistungen schult.

 

Wohlhabendere Konsumenten sollten ihre Finanzangelegenheiten von
Honorarberatern ordnen lassen, so Reader's Digest weiter. Diese vom
Kunden direkt bezahlten Experten seien allerdings so teuer, dass sich ihre
Dienste erst ab einem Brutto-Jahreseinkommen von mehr als 60.000 Euro
lohnten.

 

Beziehern geringerer Einkommen rät die Zeitschrift, Berater hinsichtlich ihrer
Qualifikation auf den Prüfstand zu stellen. Weiterhin sollten Kunden nur
solche Ratgeber akzeptieren, die offenlegen, an welchen Leistungen sie
wieviel Geld verdienen und wessen Produkte sie vermitteln.

 

Das Magazin gibt daher 13 Tipps, wie Konsumenten Finanzberatern auf den
Zahn fühlen können und weist zudem den Weg zum richtigen Ratgeber für
das eigene Vermögen. Außerdem zeigt Reader's Digest, wie sich ganz simpel
eine Grundordnung in die privaten Finanzen bringen lässt: mit Hilfe des
"Terrassenprinzips", nach dem das Geld sinnvoll über kurz- und langfristige
Anlageformen verteilt wird.

 

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