Stuttgart, 27. April 2005. Wenn jetzt im Frühling die Natur zu neuem Leben erwacht, bricht auch die Zeit der Wildgemüse an. Das Magazin Reader’s Digest gibt in seiner neuen Mai-Ausgabe wertvolle Tipps, welche Kräuter und Pflanzen besonders schmackhaft sind, wo man sie beim Spaziergang findet und wie sie zu verwenden sind. Dabei stellt sich heraus: Manches vermeintliche Unkraut an Waldrändern, unter Hecken oder an Flußläufen ist in Wirklichkeit eine kulinarische Köstlichkeit für die Küche.

 

Früher galten Wildkräuter eher als Arme-Leute-Essen. Im Zuge der Rückbesinnung auf naturbelassene Nahrungsmittel jedoch liegen sie nun ganz im Trend und sind teilweise Kult. Zu den Rennern gehört der Bärlauch, auch Knoblauch des Waldes genannt. Wer beim Frühlingsspaziergang einen starken Knoblauchgeruch wahrnimmt, hat es mit dieser Pflanze zu tun. Man erkennt sie an ihren kantigen Stielen mit den weißen, sternförmigen Blüten. Es lohnt sich, vor allem die jungen Blätter vor der Blüte zu ernten und sie roh für Salate, Quarkaufstriche oder in der Kräuterbutter zu verwenden. Bärlauch, der viel Vitamin C und gesunde Senföle enthält, kann aber auch wie Spinat zubereitet oder in eine Suppe gegeben werden. Es ist jedoch auf jeden Fall Vorsicht beim Pflücken geboten, weil die Blätter des Bärlauch leicht mit denen des giftigen Maiglöckchens zu verwechseln sind.

 

Etwas Kräuterkunde ist auch beim Geißfuß (Giersch) notwendig. Die wilde Petersilie eignet sich ebenfalls für Suppen und Salate und gibt Aufläufen ein besonderes Aroma. Beim Pflücken ist aber unbedingt auf den dreieckigen Blattstil zu achten. Wenn dieses Erkennungsmerkmal nicht vorhanden ist, läuft man Gefahr, Giftpflanzen wie Schierling zu ernten. Deutlich ungefährlicher, aber nicht weniger gesund, ist der Löwenzahn. Sowohl die Blätter – je jünger gepflückt, desto zarter – als auch die Blüte sind verwendbar. Ob als Salat, kandiert, in Honig eingelegt oder mit Orangen und Zucker zu einem Sirup gekocht: Der Löwenzahn wirkt blutreinigend, ist harntreibend und wirkt anregend auf Leber und Galle. Vor allem die Blätter sind wahre Fitmacher, enthalten sie doch mehr Provitamin A als Karotten und mehr Vitamin C als zahlreiche Südfrüchte.

 

Zu den beliebten Wildkräutern zählen auch Vogelmiere und Knoblauchrauke. Die Vogelmiere ist eine kleine hellgrüne Pflanze, die vor allem für Joghurts und Salate vielseitig verwendet werden kann, weil sie ein leichtes Maisaroma hat. Wenn man die herzförmigen eingekerbten Blätter der Knoblauchrauke zwischen den Fingern zerreibt, fällt das knoblauchartige Aroma auf. Als Heilpflanze mit dem Spitznahmen „Rucola vom Waldesrand“ hat sie nicht nur wundheilende Wirkung, sondern wirkt auch – wie Löwenzahn – blutreinigend und harntreibend. Für weitere Informationen zu diesem Reader’s Digest-Thema stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Die Mai-Ausgabe von Reader’s Digest ist ab sofort an zentralen Kiosken erhältlich.

 

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