Stuttgart, im April 2003. Wie viele Nervenzellen enthält ein Gehirn? Oder:
Welcher Sinn ist mit dem Gedächtnis besonders eng verbunden: das Sehen,
das Hören oder das Riechen? Auf solche und ähnliche Fragen rund um das
Denkzentrum gibt das Magazin Reader's Digest Deutschland in seiner Mai-
Ausgabe ausführlich Antwort. Übrigens: Frauen kommen mit weniger
Hirnmasse aus als Männer und das bei gleicher Intelligenz. Der Test beweist:
Das Gehirn ist das wichtigste Organ des Menschen - und es steckt voller
Geheimnisse.
Wer rastet, der rostet. Das Sprichwort gilt nicht nur für die körperliche
Fitness, sondern auch für geistige Frische. Unter diesem Aspekt liefert
Reader's Digest Futter für die grauen Zellen. Hätten Sie gewusst, wie man
neues Wissen am besten behalten kann? Die Lösungsmöglich-keit A: Wenn
man etwas sieht, zum Beispiel in einem Video. Oder B: Wenn man etwas
selbst ausführt. Oder C: Wenn man etwas hört. Die richtige Antwort ist B,
nach dem Motto: Probieren geht über Studieren. So hat eine Studie ergeben,
dass Personen, die eine Anweisung auch ausführen - zum Beispiel: die
Karten mischen - sich später besser an die Tätigkeiten erinnern als jene
Personen, die die Anweisung nur gesehen oder gehört haben.
Interessant ist auch dieser Aspekt des Tests. Kann man tatsächlich im Schlaf
lernen, wie es sich viele Schüler und Studenten wünschen? Hier die
Varianten, über die es nachzudenken gilt. A: Ja, aber nur mit speziellen
Memokassetten. B: Ja, im Schlaf verfestigt das Gehirn das am Tag Gelernte.
C: Nein, im Schlaf vergisst man nur. Zum Lernen muss man
notwendigerweise wach sein. Kein Zweifel: Es ist B. So hat der Lübecker
Schlafforscher Jan Born herausgefunden, dass der Tiefschlaf nach dem
Lernen immens wichtig ist. Gerade auch das Träumen spiele dabei eine
zentrale Rolle, so der Forscher. Im Klartext: Schlafentzug schadet dem
Lernerfolg.
Auch eine andere Frage lässt lange nachdenken: Zwar wissen viele
Menschen, was sie noch zu Jugendzeiten zum Geburtstag bekommen haben,
aber an Ereignisse aus der Babyzeit kann sich kaum jemand erinnern. Warum aber ist das so? Weil A: In den ersten Jahren die Gehirnentwicklung noch
nicht abgeschlossen ist. Oder B: Weil man zuerst sprechen lernen muss,
bevor man Erinnerungen speichern kann. Oder C: Weil diese Ereignisse zwar
alle im Kopf gespeichert sind, aber so überlagert wurden von späteren
Eindrücken, dass man sie nicht abrufen kann. Die richtige Lösung hier heißt A. Begründung der Forscher: Das kindliche Gehirn reift erst allmählich zu seiner
vollen Leistungsfähigkeit.
Übrigens: Wer es noch nicht erraten hat, hier folgen die Lösungen zu den
beiden Eingangsfragen: Das menschliche Gehirn hat sage und schreibe 100
Milliarden Nervenzellen. Und jener Sinn, der besonders eng mit dem
menschlichen Gedächtnis verbunden ist, ist das Riechen. Alle weiteren Fragen
und Antworten, aber auch Buchtipps für Rätsel und Denkaufgaben, gibt's im
Mai-Heft von Reader's Digest Deutschland.
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